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Wärmerix
Einfamilienhaus am Abend mit dem Außengerät einer Wärmepumpe vor der Hauswand

Nachtspeicherheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen

Ohne Heizungsrohre ist der Umstieg mehr als ein Gerätetausch. Wir zeigen beide Wege, was die KfW fördert und wann sich der Umbau nicht lohnt.

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Nachtspeicher-Haus prüfen lassen

Drei kurze Schritte: Ihre Heizung, Ihr Haus, Ihre Kontaktdaten. Danach meldet sich unser Innendienst und vereinbart einen Termin bei Ihnen.

  • Ehrliche EinschätzungWir sagen Ihnen auch, wenn eine Wärmepumpe in Ihrem Haus nicht sinnvoll arbeitet.
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Eine Nachtspeicherheizung lässt sich durch eine Wärmepumpe ersetzen, und die KfW zahlt dafür neben der Grundförderung auch den Klimageschwindigkeitsbonus, unabhängig vom Alter der Speicheröfen. Der Unterschied zum Tausch einer Gasheizung: Im Haus gibt es keine Heizungsrohre und keine Heizkörper. Sie brauchen also entweder ein neues wassergeführtes Heizsystem für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe oder eine Luft-Luft-Wärmepumpe mit Innengeräten in den Räumen.

Warum der Umstieg mehr Arbeit ist als ein Kesseltausch

Beim Ersatz eines Gas- oder Ölkessels nutzen wir die vorhandenen Rohre und meist auch die meisten Heizkörper weiter. Bei Nachtspeicheröfen steht jedes Gerät für sich an der Wand und hängt nur am Strom. Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe muss deshalb ein Verteilnetz entstehen: Leitungen vom Heizungsraum in jeden Raum, Heizkörper oder Flächenheizung, dazu Speicher und Regelung. Das bedeutet Bohrungen durch Decken und Wände, Schlitze oder Verkleidungen und am Ende Maler- und Bodenarbeiten.

Das sagen wir so deutlich, weil es den Aufwand und die Kosten bestimmt. Ein Angebot für ein Nachtspeicherhaus sieht anders aus als eines für ein Haus mit Gaskessel, und es lohnt sich, beim Termin vor Ort jeden Raum anzusehen. Gleichzeitig ist der Schritt groß: Sie wechseln von einer Direktstromheizung, die jede Kilowattstunde Strom in genau eine Kilowattstunde Wärme umsetzt, auf eine Heizung, die aus einer Kilowattstunde Strom ein Mehrfaches an Wärme macht. Wie sich das im Verbrauch zeigt, steht im Ratgeber Stromverbrauch der Wärmepumpe.

Weg 1: Luft-Wasser-Wärmepumpe mit neuem Heizsystem

Das ist die Lösung, die wir für die meisten Einfamilienhäuser mit Nachtspeicher empfehlen. Sie bekommen eine zentrale Heizung, die auch Ihr Warmwasser bereiten kann. Weil wir ohnehin neu verlegen, können wir die Heizkörper von Anfang an für eine niedrige Vorlauftemperatur auslegen. Das ist ein Vorteil gegenüber vielen Gas-Altbauten, in denen alte, zu kleine Heizkörper bleiben.

So gehen wir vor:

  • Heizlast je Raum. Grundlage für Größe und Lage jedes Heizkörpers. Wie wir rechnen, steht unter Heizlastberechnung.
  • Leitungsweg. Wir suchen den Weg mit den wenigsten Durchbrüchen, etwa über einen Schacht, den Keller oder einen ungenutzten Kamin.
  • Heizflächen. Große Heizkörper, Gebläsekonvektoren oder in einzelnen Räumen eine Fußboden- oder Wandheizung, wenn der Boden ohnehin neu gemacht wird.
  • Warmwasser. Häufig gibt es heute Durchlauferhitzer oder Boiler. Wir prüfen, ob ein zentraler Speicher sinnvoll ist oder eine Brauchwasser-Wärmepumpe besser passt.

Laut KfW-Infoblatt zählen zum geförderten Umfang auch die Leitungen zum Anschluss des Wärmeerzeugers, Heizkörper in jeder Bauart, Flächenheizungen samt Estrich und Bodenbelag, die Umstellung von Einzelheizungen auf eine zentrale Heizung und die Umstellung auf eine zentrale Warmwasserbereitung. Auch notwendige Maler- und Wiederherstellungsarbeiten können als Umfeldmaßnahmen dazugehören. Der Zuschuss ist trotzdem durch die förderfähigen Höchstkosten begrenzt.

Weg 2: Luft-Luft-Wärmepumpe ohne Rohrnetz

Eine Luft-Luft-Wärmepumpe heizt die Räume direkt über Innengeräte an der Wand oder Decke, verbunden mit einem Außengerät über dünne Kältemittelleitungen. Ein Wasserrohrnetz braucht sie nicht, der Umbau ist deutlich kleiner. Im Sommer kann sie auch kühlen.

Die Nachteile gehören dazu: Sie bereitet kein Warmwasser, dafür brauchen Sie eine eigene Lösung. Jeder beheizte Raum braucht ein Innengerät oder muss von einem Nachbarraum mitversorgt werden, was in Häusern mit vielen kleinen Zimmern schlecht klappt. Die Wärme kommt als warme Luft, manche empfinden die Luftbewegung und das leise Gebläsegeräusch als störend. Gut geeignet ist sie für kleine, gut gedämmte Häuser mit offenen Grundrissen. Für die Förderung sieht die KfW bei luftgeführten Wärmepumpen eigene Nachweise vor, statt des hydraulischen Abgleichs die Einregulierung der Luftvolumenströme. Ob ein bestimmtes Gerät die technischen Mindestanforderungen erfüllt, prüfen wir vor dem Angebot. Mehr dazu im Ratgeber Luft-Luft-Wärmepumpe.

Was die Förderung abdeckt

Für selbst nutzende Eigentümer gilt laut KfW-Merkblatt 458: Der Klimageschwindigkeitsbonus wird für den Austausch funktionstüchtiger Nachtstromspeicherheizungen gewährt, ohne Anforderung an deren Alter. Bei Antrag bis 31. Januar 2027 beträgt er 16 Prozent, zusammen mit der Grundförderung also 46 Prozent. Bedingung ist, dass die alte Heizung fachgerecht demontiert und entsorgt wird. Gefördert werden höchstens 28.000 Euro Kosten für die erste Wohneinheit. Alle Sätze und den Einkommensbonus finden Sie auf der Seite Förderung.

Weil ein Nachtspeicherhaus oft mehr Umbau braucht, liegen die Gesamtkosten nicht selten über dem Förderhöchstbetrag. Für den Teil darüber gibt es den KfW-Ergänzungskredit. Wie Sie Zuschuss, Kredit und eigene Mittel kombinieren, steht unter Wärmepumpe finanzieren.

Ausbau der Speicheröfen und Elektrik

Ältere Nachtspeicheröfen können Schadstoffe enthalten. Laut Merkblatt des Abfallwirtschaftsamts Bodenseekreis kann in Geräten etwa bis Baujahr 1984 Asbest enthalten sein, dazu kommen Mineralfasern und chromhaltige Speichersteine. Ausbau und Entsorgung gehören nach TRGS 519 in die Hände eines Fachbetriebs mit entsprechender Sachkunde. Das Baujahr steht auf dem Typenschild. Wir klären vor dem Angebot, wer die Geräte ausbaut, damit der Termin dafür in den Ablauf passt.

Auch der Zählerschrank verdient einen Blick. Nachtspeicher laufen oft über einen eigenen Zähler mit Schaltzeiten. Für die Wärmepumpe wird die Anlage beim Netzbetreiber neu angemeldet, und Sie entscheiden, ob Sie einen eigenen Wärmepumpentarif nutzen. Die Möglichkeiten erklärt der Ratgeber Stromtarif für die Wärmepumpe.

Wann sich der Umbau nicht lohnt

Ehrlich gesagt nicht in jedem Fall. Ist das Haus sehr klein, kaum genutzt oder steht ein Verkauf an, rechnet sich ein neues Rohrnetz selten. Ist die Gebäudehülle sehr schlecht und eine Sanierung ohnehin geplant, sollte die Heizung danach ausgelegt werden. Und wenn Leitungen nur mit großem Aufwand in die Räume kommen, kann die Luft-Luft-Lösung der vernünftigere Weg sein. Welche Variante bei Ihnen passt, sehen wir beim Termin vor Ort.

So läuft es ab

  1. Heizungs-Check oder Anruf. Sie schildern kurz Haus und Heizung, wir melden uns zur Terminabsprache.
  2. Termin vor Ort. Wir sehen uns Heizungsraum, Heizkörper, Dämmstand und den Platz für das Außengerät an.
  3. Angebot und Förderung. Sie erhalten ein schriftliches Angebot und die Unterlagen für den KfW-Antrag, den Sie vor Beginn der Arbeiten stellen.
  4. Montage. Unsere Monteure bauen die alte Anlage zurück und die Wärmepumpe ein. Den Termin bekommen Sie vorher schriftlich.
  5. Inbetriebnahme. Einregulierung, Einweisung und die Nachweise für die Auszahlung des Zuschusses.

Wie viel Zuschuss möglich ist, steht auf unserer Seite zur Förderung und speziell für Niedersachsen unter Wärmepumpe Förderung Niedersachsen.

Häufige Fragen

Bekomme ich den Klimabonus auch, wenn meine Nachtspeicher neu sind?

Ja. Laut KfW gilt der Bonus für funktionstüchtige Nachtstromspeicherheizungen unabhängig von deren Alter, wenn Sie selbst im Haus wohnen und die alten Geräte fachgerecht entsorgt werden.

Kann ich einzelne Nachtspeicher behalten?

Technisch ja, für den Klimabonus müssen die ausgetauschten Geräte aber fachgerecht demontiert und entsorgt werden. Welche Räume die Wärmepumpe versorgt, legen wir vorher fest.

Reicht eine Luft-Luft-Wärmepumpe für ein ganzes Haus?

In kleinen, gut gedämmten Häusern mit offenem Grundriss oft ja. In Häusern mit vielen kleinen Räumen braucht fast jeder Raum ein eigenes Innengerät, und für Warmwasser ist eine zusätzliche Lösung nötig.

Muss für das neue Heizsystem der Boden raus?

Nicht zwingend. Heizkörper lassen sich auch mit Leitungen in Wänden, Sockelleisten oder über den Keller anschließen. Eine Fußbodenheizung lohnt sich vor allem dort, wo der Boden ohnehin erneuert wird.

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Quellen

Stand: 20. Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr, maßgeblich sind die Merkblätter von KfW und BAFA und die jeweiligen Vorschriften.

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