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Wärmerix
Einfamilienhaus am Abend mit dem Außengerät einer Wärmepumpe vor der Hauswand

Hybridheizung mit Wärmepumpe

Wärmepumpe plus Gaskessel ist manchmal die richtige Brücke. Wir prüfen ehrlich, ob Ihr Haus sie braucht, und planen sie so, dass die Förderung greift.

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Reicht bei Ihnen die Wärmepumpe allein?

Drei kurze Schritte: Ihre Heizung, Ihr Haus, Ihre Kontaktdaten. Danach meldet sich unser Innendienst und vereinbart einen Termin bei Ihnen.

  • Ehrliche EinschätzungWir sagen Ihnen auch, wenn eine Wärmepumpe in Ihrem Haus nicht sinnvoll arbeitet.
  • Schriftliches AngebotAlle Positionen und die voraussichtliche Förderung, bevor Sie etwas unterschreiben.
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Eine Hybridheizung kombiniert eine Wärmepumpe mit einem Gas- oder Ölkessel. Die Wärmepumpe übernimmt den größten Teil des Jahres, der Kessel springt an sehr kalten Tagen ein. Sinnvoll ist das bei sehr hoher Heizlast oder als Übergang, wenn eine Sanierung erst in einigen Jahren kommt und der vorhandene Kessel noch gut läuft. In den meisten Einfamilienhäusern reicht eine Wärmepumpe allein, und gefördert wird bei der Hybridheizung ohnehin nur der Wärmepumpenteil.

So arbeiten Wärmepumpe und Gaskessel zusammen

Eine gemeinsame Regelung entscheidet, wer heizt. Bis zu einer bestimmten Außentemperatur, dem Bivalenzpunkt, arbeitet nur die Wärmepumpe. Wird es kälter oder braucht das Haus mehr Vorlauftemperatur, als die Wärmepumpe effizient liefern kann, kommt der Kessel dazu oder übernimmt ganz. Wo dieser Punkt liegt, ist eine Planungsfrage und keine Geräteeinstellung ab Werk.

Es gibt zwei Wege. Entweder ergänzen wir Ihren vorhandenen Kessel um eine Wärmepumpe, oder Sie bekommen ein Hybrid-Kompaktgerät, in dem der Hersteller Wärmepumpe und Gas-Brennwertgerät in einem Gerät kombiniert. Für Förderung und Gesetz macht das einen großen Unterschied, dazu unten mehr.

Wann eine Hybridlösung sinnvoll ist

  • Die Sanierung ist geplant, aber noch nicht gemacht. co2online beschreibt als passenden Fall einen funktionierenden Kessel, der älter als zehn Jahre ist, einen Wärmebedarf unter 130 kWh pro Quadratmeter und ein geplantes Sanierungsvorhaben. Die Wärmepumpe wird dann für den Bedarf nach der Sanierung ausgelegt, der Kessel überbrückt die Zeit bis dahin.
  • Sehr hohe Heizlast. Etwa ein großes, kaum gedämmtes Haus, in dem Heizkörper und Rohrnetz an kalten Tagen deutlich höhere Temperaturen brauchen und sich nicht kurzfristig ändern lassen. Hier kann die Wärmepumpe den Großteil decken, ohne für die wenigen kältesten Tage riesig dimensioniert zu werden.
  • Ein jüngerer Kessel, der noch Jahre laufen kann. Statt ein intaktes Gerät zu entsorgen, wird die Wärmepumpe dazugebaut. Später lässt sich der Kessel durch einen zweiten erneuerbaren Wärmeerzeuger ersetzen. Laut KfW-Infoblatt bleibt das auch nach der für 2027 angekündigten Neuregelung voll förderfähig, solange der fossile Erzeuger ersetzt wird.

Wann sie nicht passt

Kommt Ihr Haus mit einer Vorlauftemperatur aus, die eine Wärmepumpe allein schafft, spricht wenig für zwei Systeme. Im Feldtest des Fraunhofer ISE erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen in Bestandshäusern im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 3,4, ganz ohne Kessel. co2online nennt die Nachteile der Hybridlösung: höhere Anschaffung als eine Einzelanlage, mehr Platzbedarf, Wartung für beide Erzeuger, mehr mögliche Fehlerquellen im Zusammenspiel und eine bleibende Abhängigkeit von Gas oder Öl. Dazu kommen Gasanschluss mit Grundpreis und Schornsteinfeger. Oft ist es günstiger, zwei oder drei Heizkörper zu tauschen und eine Luft-Wasser-Wärmepumpe allein einzubauen. Wie der Vergleich über die Jahre ausfällt, zeigt der Ratgeber Wärmepumpe oder Gasheizung.

Was gefördert wird und was nicht

Die KfW-Heizungsförderung fördert Wärmepumpen auch als Teil einer bivalenten Heizung. Gas-Brennwertkessel samt Abgasanlage und Gasanschluss sind dagegen nicht förderfähig, auch nicht mit Biogas. Stand Oktober 2026 gelten diese Regeln:

PunktRegel laut Förderrichtlinie und KfW-Infoblatt
Anteil erneuerbarer WärmeDie versorgten Wohneinheiten müssen nach dem Umbau zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbarer Energie beheizt werden. Die Wärmepumpe muss also den größten Teil liefern.
Hybrid-KompaktgerätGefördert wird nur der Wärmepumpenanteil. Er wird pauschal mit 65 Prozent der Gesamtausgaben angesetzt.
Wärmepumpe zum vorhandenen KesselDie Kosten der Wärmepumpe und ihrer Umfeldmaßnahmen sind förderfähig, der Kessel bleibt außen vor.
KlimageschwindigkeitsbonusEntfällt, solange im Haus weiter ein Gas- oder Ölkessel heizt. Das gilt ausdrücklich auch für Kompaktgeräte mit Gas-Spitzenlastkessel.

Was das bedeutet, zeigt eine einfache Rechnung. Beim Kompaktgerät sind 65 Prozent der Kosten förderfähig, davon gibt es 30 Prozent Grundförderung. Rechnerisch erstattet die KfW also 19,5 Prozent der Gesamtkosten, ohne Einkommensbonus. Ersetzt eine Wärmepumpe allein einen mindestens 20 Jahre alten Gaskessel in Ihrem selbst bewohnten Haus, kommen bis zum 31. Januar 2027 noch 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus auf die förderfähigen Kosten dazu. Alle Bausteine stehen auf der Seite Förderung.

Was das Gebäudemodernisierungsgesetz für den Gasteil heißt

Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz. Die feste 65-Prozent-Vorgabe beim Heizungstausch ist entfallen, Hybridheizungen sind ausdrücklich eine der wählbaren Lösungen. Für die Förderung bleibt die 65-Prozent-Grenze aus der Tabelle oben trotzdem bestehen. Neu eingebaute Gas- und Ölheizungen müssen aber steigende Anteile an Bio-Brennstoffen oder Wasserstoff nutzen: ab 2029 mindestens 10 Prozent, ab 2030 15 Prozent, ab 2035 30 Prozent, ab 2040 60 Prozent. Ab 2045 sollen Brennstoffe für Heizungen klimaneutral sein.

Für Hybridheizungen nennt co2online Erleichterungen, die genauen Bedingungen für die Kombination aus Wärmepumpe und Gaskessel sind aber noch nicht überall verlässlich beschrieben. Details zur Grüngasquote will die Bundesregierung bis zum 1. Dezember 2026 in einem eigenen Gesetz regeln. Bauen Sie ein neues Hybrid-Kompaktgerät mit Gasteil ein, lassen Sie sich deshalb schriftlich bestätigen, welche Pflichten für Ihren Gasanteil gelten. Bleibt dagegen Ihr vorhandener Kessel, betrifft ihn die Bio-Treppe nicht, denn sie gilt für neu eingebaute Heizungen. Den Hintergrund erklärt der Ratgeber Gasheizung ersetzen.

Was Wärmerix übernimmt

Unsere erste Frage ist immer, ob die Wärmepumpe allein reicht. Dafür berechnen wir die Heizlast raumweise und prüfen jeden Heizkörper. Eine erste Einschätzung bekommen Sie vorab mit dem Heizlast-Rechner. Ist eine Hybridlösung die bessere Wahl, legen wir Wärmepumpe und Bivalenzpunkt so aus, dass die geforderten 65 Prozent erneuerbare Wärme sicher erreicht werden, binden den vorhandenen Kessel hydraulisch und regelungstechnisch ein und bereiten den Förderantrag vor. Unsere eigenen Monteure bauen ein, stellen die Regelung ein und erklären Ihnen, wann welcher Erzeuger läuft. Steht später die Sanierung an, planen wir den Schritt zur reinen Wärmepumpe gleich mit.

So läuft es ab

  1. Heizungs-Check oder Anruf. Sie schildern kurz Haus und Heizung, wir melden uns zur Terminabsprache.
  2. Termin vor Ort. Wir sehen uns Heizungsraum, Heizkörper, Dämmstand und den Platz für das Außengerät an.
  3. Angebot und Förderung. Sie erhalten ein schriftliches Angebot und die Unterlagen für den KfW-Antrag, den Sie vor Beginn der Arbeiten stellen.
  4. Montage. Unsere Monteure bauen die alte Anlage zurück und die Wärmepumpe ein. Den Termin bekommen Sie vorher schriftlich.
  5. Inbetriebnahme. Einregulierung, Einweisung und die Nachweise für die Auszahlung des Zuschusses.

Wie viel Zuschuss möglich ist, steht auf unserer Seite zur Förderung und speziell für Niedersachsen unter Wärmepumpe Förderung Niedersachsen.

Häufige Fragen

Wird eine Hybridheizung gefördert?

Nur der Wärmepumpenteil, und nur wenn das Haus danach zu mindestens 65 Prozent erneuerbar beheizt wird. Beim Kompaktgerät setzt die KfW pauschal 65 Prozent der Kosten an, den Klimageschwindigkeitsbonus gibt es nicht.

Kann ich meinen vorhandenen Gaskessel behalten und eine Wärmepumpe dazubauen?

Ja, das ist oft die günstigste Hybridvariante. Gefördert werden die Kosten der Wärmepumpe, und die Bio-Treppe des GModG betrifft nur neu eingebaute Gas- und Ölheizungen.

Gilt die Bio-Treppe für den Gasteil eines neuen Hybrid-Kompaktgeräts?

Grundsätzlich gilt sie für neu eingebaute Gasheizungen, für Hybridlösungen sind Erleichterungen vorgesehen. Stand Oktober 2026 sind nicht alle Details veröffentlicht, lassen Sie sich die Pflichten für Ihre Anlage schriftlich bestätigen.

Ab welcher Außentemperatur schaltet der Gaskessel zu?

Das legt die Planung fest, nicht ein fester Wert. Je mehr die Wärmepumpe allein schafft, desto weniger Gas verbrauchen Sie, für die Förderung muss sie mindestens 65 Prozent der Wärme liefern.

Ist eine Hybridheizung teurer als eine reine Wärmepumpe?

In der Anschaffung meist ja, laut co2online ist sie teurer als eine Einzelanlage. Dazu kommen Wartung für zwei Erzeuger, Gasgrundpreis und Schornsteinfeger, während die Förderung geringer ausfällt.

Vor dem Termin lesen

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Quellen

Stand: 20. Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr, maßgeblich sind die Merkblätter von KfW und BAFA und die jeweiligen Vorschriften.

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